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Neue Wege im Gesundheitsmanagement

Seit einigen Jahren bemühen Arbeitgeber sich verstärkt um die Gesundheit ihrer Mitarbeiter und haben erkannt, dass dazu auch die Zufriedenheit am Arbeitsplatz dazu gehört. Entstanden sind diese Erkenntnisse zunächst aus den Bemühungen, Arbeitsunfälle zu minimieren und Gründe für andauernde oder häufige Fehlzeiten von Arbeitnehmern zu ermitteln. Diese Art der Prävention der Mitarbeitergesundheit kann sich auch auf den privaten Bereich ausdehnen, wenn danach gefragt wird, wie Arbeitnehmer sich den nötigen Ausgleich zwischen Arbeit und Freizeit verschaffen, wie hoch die Anforderungen an Führungskräfte sind, ob es Sorgen oder besondere Belastungen im privaten Leben gibt oder ob der Einzelne besonderen Leistungsdruck und Stress empfindet.


Dabei kristallisiert sich heraus, dass Leistungsdruck und sinkende Ruhephasen das Arbeitsklima negativ beeinflussen und bei vielen Arbeitnehmern das hervorruft, was als „Burn-Out-Syndrom“ in aller Munde ist. Heute erscheint die Welle der daran Erkrankten manchem groß, und das Syndrom trifft sicher nicht auf jeden zu, bei dem es diagnostiziert wird, doch die öffentliche Diskussion über das Krankheitsbild ist begrüßenswert. Es wurde längst Zeit, dass auch psychische Erkrankungen höhere Anerkennung finden.
Das bestätigt auch eine Studie des Bundesarbeitsministeriums, die einen Anstieg psychischer Erkrankungen auf elf Prozent der Arbeitsunfähigkeitsgründe benennt. Der deutsche Psychologenverband sieht noch höhere Fallzahlen. Eine Steigerung der Fehltage zugunsten der psychischen Erkrankungen von zwanzig auf dreiundfünfzig Millionen im vergangenen Jahrzehnt ist horrende gestiegen und wird voraussichtlich bald Erkrankungen des Herzen überholen.


Manche machen die zunehmende Erreichbarkeit und die Verwendung von Handys, Smartphones und E-Mail-Verkehr verantwortlich. Da ist der Anruf oder die Mail nach Feierabend für manchen Arbeitnehmer keine Seltenheit. Doch das zeigt lediglich, dass ein fehlerhafter Umgang damit vorliegt, bekräftigt mancher Manager.
Eine Weiterbildung in der Mitarbeiterführung der leitenden Angestellten sei zwar möglich, bestätigte kürzlich auch das „Institut für angewandte Arbeitswissenschaften“, könne aber von kleineren Unternehmen oft genug nicht umgesetzt werden. Hier müsse die Anwendung des vorliegenden Arbeitsschutzgesetzes ausreichen, verkündete das von Arbeitgebern getragene Institut.


Hilfreich ist es, wenn größere Unternehmen zunächst ihre Arbeitsabläufe und die Handlungs- und Entscheidungsspielräume der Arbeitnehmer transparent machen. Ein gerechter finanzieller Ausgleich darf nicht aus dem Blick verloren werden. Erst dann kann sich etwas bessern und die jährlichen Kosten der Krankenkassen würden sinken. Derzeit liegen diese bei etwa 27 Millionen Euro jährlich, eine steigende Tendenz wird befürchtet.
Dem arbeitet auch der Bundesverband der Betriebskrankenkassen mit der Aktion „Psychische Gesundheit in der Arbeitswelt“ (Psyga) entgegen. Schon mit kleinen Schritten, wie dem Morgengruß des Chefs an den Untergebenen, kann das Klima am Arbeitsplatz positiv beeinflusst werden und sich auf Dauer auf die Zufriedenheit und somit auf die Gesundheit der Mitarbeiter auswirken. 

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